„Echte Kunst ist nicht nur Eingebung,  sondern Ringen mit der Muse wie Jakob mit dem Engel. So haben alle Künstler, die wirklich etwas auszusagen hatten, mit ihrem Engel gerungen“.


Zitat aus einem Briefwechsel Alfred Nungessers

 

Alfred Nungesser 1903 - 1983

Alfred Nungesser ist einer der vielfältigsten Künstler überhaupt. Es gibt fast keine Technik oder Material, womit er nicht gearbeitet hätte. Nungessers Kunst schließt neben Bleistift, Kohle, Kreide, Wachs, Aquarell und Öl auch alle bildenden Materialien wie Gips, Eisen- und Bronzeguss mit ein und macht selbst vor Linoleumschnitt oder dem Färben und Weben von Wolle für Teppiche und Wandbehänge nicht Halt.

Die später seine Arbeiten charakterisierende Vielfalt wurde dem 1903 in Offenbach geborenen Maler, Grafiker und Bildhauer bereits in die Wiege gelegt. Sein weit gefächerter beruflicher Werdegang drückt den inneren Drang nach experimenteller kreativer Freiheit aus: 1926 Studium an der Städelschule Frankfurt am Main bei Max Beckmann, 1927 Studium an der Kunstgewerbeschule in Offenbach, 1928 Studium an der Staatlichen Kunsthochschule in Berlin. Anschließend folgt der weitere Berufszweig als studierter Biologe der Universität Frankfurt.

Alfred Nungesser studierte als einer der ersten Schüler in der sich gerade neu ausgerichteten Städelschule Frankfurt als Meisterschüler von Max Beckmann. Die Städelschule war nun Kombination aus traditioneller Akademie der Künste und Kunstgewerbeschule im handwerklichen Sinne. Diese Zweigleisigkeit kam den Neigungen Nungessers sehr zupaß und prägte ihn fortan in seinem Schaffen. Obwohl Nungesser früh seinen persönlichen Stil gefunden hatte, empfand er die sich von vielen Künstlern selbst auferlegte Geradlinigkeit, mit dem Ziel, sich einem „-ismus“ unterzuordnen als einengend. Die Vielfalt wird auch in der Varianz seiner Techniken deutlich einmal mit höchster Präzision angelegt, dann wieder skizzenhaft angerissen. Man fragt sich, ob dies tatsächlich aus einer Hand stammen kann. Für ihn war das bewußte Verlassen handwerklich bekannten Terrains stets ein experimentelles Abenteuer. Nungesser bezeichnete sich selbst als künstlerisch „schwankenden Abweichler“, dies habe jedoch stets ungeahnt vielseitige Werke entstehen lassen.

Alfred Nungesser liebte die Natur. Detailstudien von Tieren, Landschaften und auch figürlichen Motiven wie gesellschaftliche Szenen sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt seiner künstlerlischen Arbeit.

Werke von Alfred Nungesser findet man in Sammelerhand und im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, das eine umfangreiche Sammlung unterhält.

Gedenktafel Siegfried Betz, Holzhausen

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